Aquaplaning

Eine oft unterschätzte Gefahr !
Schon wenige Millimeter Wasser auf der Fahrbahn reichen für einen Aquaplaning-Unfall. An vielen Stellen warnen Schilder vor dieser Gefahr.

Aquaplaning

Ein besonders hohes Aquaplaning-Risiko besteht auf Straßen mit Spurrillen.
Je tiefer die Spurrillen, desto mehr Wasser kann sich bei Regen auf der Fahrbahn sammeln. Damit steigt das Risiko des Aquaplanings. Kann das Reifenprofil das Wasser nicht mehr ausreichend ableiten, schwimmt der Pneu auf und verliert die Haftung zur Strasse!

Faktoren für Aquaplaning
Drei Faktoren für das Aufschwimmen der Reifen bei nasser Fahrbahn sind allgemein bekannt:
1. Wasserhöhe auf der Fahrbahn,
2. die gefahrene Geschwindigkeit
3. die Profiltiefe der Reifen

Je mehr Wasser auf der Fahrbahn, je höher die Geschwindigkeit und je geringer das Reifenprofil, desto höher das Risiko des Aquaplanings.

Ein weiterer, das Aquaplaning begünstigender Faktor wird jedoch häufig außer Acht gelassen:
Bei Fahrzeugen mit abgenutzten Stoßdämpfern tritt der gefürchtete Aquaplaningeffekt erheblich früher ein!
Wie der TÜV in eingehenden Fahrversuchen belegte, schwimmt der Reifen je nach Fahrzeugart und bereits bei Geschwindigkeiten zwischen 60 und 70 Stundenkilometern bis zu 16 Stundenkilometer früher auf als bei Pkw mit intakten Stoßdämpfern.

Die Schlußfolgerung für den Straßenverkehr:
Mit abgenutzten und defekten Stoßdämpfern kann selbst eine Geschwindigkeit von nur 80 Stundenkilometern auf nasser Fahrbahn zu schnell sein. Deshalb: Stoßdämpfer umgehend prüfen lassen!

Aquaplaning - was tun?
Die richtige Reaktion bei auftretendem Aquaplaning ist:

  • Kupplung treten
  • möglichst nicht lenken,
  • auf keinen Fall bremsen (Räder bleiben dann blockiert),
  • abwarten, bis die Reifen wieder Kontakt zur Fahrbahn bekommen,
  • durchatmen.
  • Das richtige Verhalten können Sie bei einem Fahrsicherheitstraining testen!

    Aber selbst dann ist das Fahrzeug nur noch schwer beherrschbar, wenn es erst einmal ins Gleiten geraten ist. Damit das nicht passiert, muss man den Wasserstand auf der Fahrbahn aufmerksam beobachten; Alarmsignale sind außerdem:

  • Rinnen auf der Fahrbahn, wie im Bild oben
  • die Spuren der anderen Autos verschwinden schnell
  • schwammiges Gefühl in der Lenkung
  • kurz durchdrehende Antriebsräder (z.B. beim Überfahren von Markierungen)
  • laute, matschige Reifengeräusche
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