Blink mal wieder

Blinken

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"Blink-mal-wieder" Eine Aktion für mehr Partnerschaft im Verkehr!

Jeder fünfte Autofahrer in Deutschland blinkt nie oder allenfalls selten - ein gefährlicher Trend, der Rasthaus gemeinsam mit dem Automobilclub von Deutschland, Skoda und der Zeitschrift Autobild zu der Aktion veranlasst hat: „Blink mal wieder“.

Diese Aktion können wir als Verkehrswacht nur unterstützen!

Wir Deutschen sind ein Volk von Blinkmuffeln geworden: Im Stadtverkehr blinkt nur noch jeder Dritte. Auf der Autobahn lässt sich gerade einmal die Hälfte aller Autofahrer herab, zum Blinkhebel zu greifen, um einen Spurwechsel anzukündigen. Fahrer von Sportwagen und Oberklasseautos blinken besonders selten. Den Vogel aber schießen die Piloten von Transportern ab: Sie blinken so gut wie nie. Am besten ist noch die Blinkmoral der Frauen am Steuer, Tendenz allerdings fallend. Zu Tage gefördert haben das Verkehrszählungen in Frankfurt, Berlin und Hamburg. An die Gefahr denkt offenbar niemand.

Beliebte Ausrede:
schlichte Schlamperei Zeitdruck und Stress geben Autofahrer als Gründe für ihr Nicht-Blinken an, ganz oben aber rangiert bei den Ausreden schlichte Schlamperei. Wer allerdings Gedankenlosigkeit für eine Entschuldigung hält, begeht einen gefährlichen Irrtum – unter Umständen lebensgefährlich für sich und für andere.

Das Risiko, als Nicht-Blinker erwischt zu werden, ist gering. Für gezielte Kontrollen fehlt der Polizei meist das Personal. Außerdem ist die Straßenverkehrsordnung beim Thema Blinken erstaunlich unpräzise. Der Spurwechsel ist rechtzeitig anzuzeigen, verlangt das Paragraphenwerk – aber was genau ist rechtzeitig? Immerhin: Die meisten Autofahrer, die bei unserer Aktion „Blink-mal-wieder“ auf ihr Versäumnis angesprochen wurden, haben nachdenklich reagiert und Besserung gelobt.

Offensichtlich spielen bei den Autofahrern falsche Automatismen eine Rolle, die sich über die Fahrroutine einschleichen. Mehr als 10.000 Spurwechsel haben die Verkehrszähler des AvD ausgewertet, ein Drittel davon in Städten, zwei Drittel auf der Autobahn. Ihr Ergebnis: Blinken ist oft kein Ankündigungssignal mehr, sondern meldet nur noch: „Ich fahre jetzt!“ Unachtsamkeit und Ignoranz gewinnen Oberhand auf unseren Straßen. Der Schlüssel zum Problem liegt in der Einstellung der Autofahrer zu den anderen Verkehrsteilnehmern.

Blinken: Der Wunsch, mit der Umwelt zu kommunizieren:
Erklärungsversuche von Alfred Fuhr, Automobilclub von Deutschland: "Es ist aber so, dass das Blinken ja nicht nur anzeigt ,Ich will die Fahrtrichtung wechseln', sondern es ist primär erst einmal der Wunsch, mit der Umwelt zu kommunizieren. Und diese Bereitschaft scheint abzunehmen." Mit dramatischen Folgen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben vorletztes Jahr 43 Menschen, weil Autofahrer den nachfolgenden Verkehr nicht beachtet hatten, oder nicht rechtzeitig und deutlich genug ihr Ausscheren angekündigt hatten.

Blinken für mehr Sicherheit im Verkehr
Und so ist es richtig: Blick in den Rückspiegel und in den Außenspiegel. Wenn die Überholspur frei ist: Blinker einschalten, Blick über die Schulter und erst dann die Fahrspur wechseln. Blinken ist nicht nur eine Vorschrift, sondern vor allem eine Geste der Fairness. Wer sich beispielsweise in den Verkehr einordnen will, die Spur wechseln, abbiegen oder rechts ran fahren möchte, zeigt das den Verkehrsteilnehmern hinter sich durch Blinken an So können sich andere darauf einstellen.

Im Kreisverkehr wird beim Einfahren nicht geblinkt. Blinken muss hingegen, wer den Kreisel verlässt. Auch bei abknickende Vorfahrt - wer ihrem Verlauf folgt, muss blinken. Es gibt viele Gelegenheiten: „Blink mal wieder!“ – für mehr Sicherheit im Verkehr.