Pocket Bikes

Was sind Pocket - Bikes ?
Pocket – Bikes – Eine rasende Gefahr auf öffentlichen Straßen

Die so genannten Pocket – Bikes sind gerade einmal 55 Zentimeter hoch, nur gut 20 Kilogramm schwer und Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometer sind keine Seltenheit für diese Maschinen.

Der Verkauf an sich ist nicht strafbar, die Benutzung im öffentlichen Straßenverkehr dagegen schon. Diese Fahrzeuge haben für den öffentlichen Straßenverkehr keine Zulassung und dürfen nur auf abgesperrten Privatgeländen, wie zum Beispiel Rennstrecken, gefahren werden.

Pocket Bike im Vergleich

Der Begriff "öffentlicher Straßenverkehr" ist sehr eng gefasst. So gehört der Parkplatz vom Einkaufszentrum - auch am Wochenende, wenn der Markt geschlossen ist, zum öffentlichen Verkehrsraum. Ebenso sind Geh- oder Radwege, Wald- oder Forstwege, Parkhäuser, Parkplätze, Tankstellengelände öffentlicher bzw. tatsächlich öffentlicher Verkehrsraum, solange sie von jedermann befahren werden können.

Die ganze Konstruktion dieser Fahrzeuge, insbesondere die Bremsanlage, die kleinen Räder und Reifen, aber auch der leichte Rahmen bergen immense Gefahren für den Fahrer. Auf Grund der „Größe“ ist das Halten des Gleichgewichtes recht schwierig. Außerdem verfügen sie nicht über die entsprechenden Beleuchtungseinrichtungen oder einwandfrei funktionsfähige Bremsen. Dazu kommt, dass diese kleinen Fahrzeuge von anderen Verkehrsteilnehmern sehr leicht übersehen werden können.

Aufgrund der Fahreigenschaften und der Motorleistung unterliegen Pocket - Bikes dem Fahrerlaubnisrecht. Genau wie für ein „richtiges“ Motorrad wird in der Regel die Fahrerlaubnisklasse A verlangt.

Eine amtliche Zulassung ist nach derzeitiger Rechtslage nicht möglich. Daher kann weder ein Kennzeichen zugeteilt noch die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Pocket Bike

Die Rechtsfolgen:
Wer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis ist, muss mit einer Anzeige rechnen. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen bedeute das, dass der Betroffenen unter Umständen in der Folge auch erhebliche Probleme bekommen kann, wenn er eine reguläre Fahrerlaubnis erwerben will.

Ein fehlender Versicherungsschutz bedeutet einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und zieht eine entsprechende Anzeige nach sich.

Soweit die Bikes steuerpflichtig sind, handelt es sich hier um einen Verstoß gegen die Abgabeordnung. Auch wäre eine Anzeige die Folge. Hier handelt es sich um Straftaten und nicht nur um einfache Ordnungswidrigkeiten.

Letztlich wird bei einer Kontrolle das Bike sichergestellt bzw. beschlagnahmt. Oftmals werden sie zur Begutachtung einem Sachverständigen zugeführt. Dadurch entstehen leicht Kosten von mehreren 100 Euro, die in der Regel vom Betroffenen bzw. den Erziehungsberechtigten zu tragen sind.

Vielen ist auch nicht bewusst, dass alle Sach- oder Personenschäden, die im Zusammenhang mit dem illegalen Betrieb des Pocket - Bikes verursacht werden, vom Verursacher bzw. dessen Erziehungsberechtigen reguliert werden müssen, da ja kein Versicherungsschutz besteht.

Pocket Bike

Das Fazit sollte also lauten:
Finger weg von diesen überaus gefährlichen Fahrzeugen.

Die Polizei appelliert an die Vernunft der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten von Kindern und Jugendlichen:
Geben Sie dem Wunsch ihres Kindes nicht nach, wenn es sich unbedingt ein Pocket-Bike wünscht. Sie können nicht ausschließen, dass auch Ihr Kind mit dem Pocket-Bike den öffentlichen Verkehrsraum befährt. Das Pocket-Bike kann in Kinderhänden schnell zu einem äußerst gefährlichen Gefährt werden. Ihr Kind gefährdet dann nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.