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  Tipps rund um das schwarze Gummi

1. Den Reifenluftdruck alle 14 Tage - mindestens jedoch alle vier Wochen bzw. vor und nach längeren Strecken kontrollieren.
Nur an kalten Reifen prüfen und das Reserverad nicht vergessen!

2. Die Reifen auf Beschädigung absuchen: Eingedrungene Fremdkörper, Schnitte, Risse, Beulen an der Flanke. Bei Schäden einen Reifenfachmann befragen.

3. Je weniger Profil, desto höher die Aquaplaningefahr! Gesetzlich sind 1,6 mm vorgeschrieben, bei Normalpneus sollte man jedoch 2,0 mm, bei Breitreifen 3,0 mm und bei Winterreifen 4,0 mm nicht unterschreiten.

4. Unbedingt mit Ventilkappen fahren: Sie schützen das Ventil vor Staub, Schmutz und Wasser und beugen damit Undichtigkeiten vor. Kappen immer fest aufschrauben, fehlende sofort ersetzen.

5. Bei Fahrten mit schweren Lasten (Urlaub!) den Luftdruck laut Betriebsanleitung erhöhen (in der Regel um 0,2 bar). Das Fahrzeug keinesfalls überladen.

6. Bordsteinkanten nur langsam und möglichst im rechten Winkel überfahren. Spitzwinkliges und heftiges Aufprallen kann zu versteckten Schäden führen.

7. Auch wenig benutzte Reifen altern aufgrund chemischer und physikalischer Prozesse. Deshalb Reifen, die zehn Jahre oder älter sind, nur noch benutzen, wenn sie ständig am selben Fahrzeug im Einsatz waren. Reserveräder nach sechs Jahren nur noch in Notfällen verwenden. Und niemals gebrauchte Reifen nutzen, deren Vorleben unbekannt ist.

8. Beim Reifenneukauf auf die erlaubten Maße bzw. die Bauart achten (steht im Fahrzeugschein). Den Austausch zumindest achsweise vornehmen. Die Montage und vor allem das Auswuchten in einer Fachwerkstatt durchführen lassen.

9. Bereits ab unter plus 7º C verhärtet das Profil von Sommerreifen (weniger Haftung, längere Bremswege). Deshalb rechtzeitig auf die Winter-Spezialisten wechseln.

10. Die gerade nicht benötigen Saisonreifen kühl, trocken und dunkel lagern, Reifen ohne Felgen nur stehend! Bei Pneus mit Felgen den Luftdruck um 0,2 bar erhöhen. Die Berührung mit Benzin, Öl und Fett vermeiden.
 
     

 

Ausreichendes Profil und angepasste Geschwindigkeit verhindern das zu Recht gefürchtete Aquaplaning, bei dem der Reifen plötzlich den Kontakt zur Fahrbahn verliert und das Fahrzeug unkontrollierbar aufschwimmt. Im Gegensatz zur weit verbreiteten Ansicht, es käme dabei mehr auf die Vorderreifen an, entscheidet vor allem die Profiltiefe der Hinterreifen, ob das Fahrzeug bei Wasserglätte zum Ausbrechen neigt.

Das Reifenprofil war bis vor einigen Jahren noch bis 1 mm Tiefe zulässig; mittlerweile müssen die Reifen von Kraftfahrzeugen und Anhängern mindestens noch 1,6 mm Hauptprofiltiefe aufweisen (außer Leichtmofa, Mofa, Kleinkraftrad, Leichtkraftrad: dort genügt immer noch 1 Millimeter). Die Definition des Begriffs Hauptprofil: die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite ausmacht.

Autoreifen Restprofiltiefe

Sie lässt sich leicht mit einem Eurostück messen. Dazu wird die Münze senkrecht (mit der Jahreszahl nach unten) in eine der Hauptrillen des Reifens gesteckt. Bleibt die Jahreszahl unter dem Schriftzug "Euro" ganz oder auch nur teilweise sichtbar, wird es höchste Zeit für einen Reifenwechsel. Die Restprofiltiefe beträgt dann nur noch weniger als zwei, drei Millimeter. Wir empfehlen, bei Winterreifen schon ab vier Millimeter einen baldigen Austausch einzuplanen. Sommerreifen sollten noch mindestens drei Millimeter Restprofiltiefe haben.

Autoreifen Alter erkennen

Nach sechs bis acht Jahren lässt die Haftung von Autoreifen nach - unabhängig von der Profiltiefe. Deshalb sollte man schon beim Kauf auf "Frische" achten. Auf der Reifenflanke befindet sich die DOT-Endziffer, an der man Herstellungswoche und -jahr ablesen kann. Seit diesem Jahr ist diese Ziffer nun vierstellig. So bedeutet zum Beispiel die Zahlenkombination 0100, dass der Reifen in der 1. Woche 2000 und nicht schon 1990 gefertigt wurde.
 

Reifenkennzeichnung

Lernen Sie Ihren Reifen kennen!

Auf einem Reifen stehen jede Menge Zahlen und Buchstaben. Nicht alle sind für den Autofahrer von großer Bedeutung. Bei anderen lohnt es sich zu wissen, was dahinter steckt: Zu den wichtigen Ziffernkombinationen gehört u.a. die DOT (Department of Transport). Sie gibt das Produktionsdatum des Reifens an.

Bis zum Herstellungsjahr 1999 ist die Nummer dreistellig: Die ersten beiden Ziffern geben die Produktionswoche, die letzte das Produktionsjahr an.
Da das Produktionsjahr bis 1999 nur mit einer Ziffer indiziert wurde, haben sich zahlreiche Reifenhersteller freiwillig dazu entschieden die 90er Reifen (als Abgrenzung zu den 80ern) mit einem Dreieck zu versehen. In außereuropäischen Ländern wurde diese Regel nicht grundsätzliche befolgt. Im Zweifelsfall sollte man sich immer an den Reifenhersteller wenden, um das Alter des Reifens sicher zu ermitteln.
Alle DOTs nach dem 1.1.2000 sind vierstellig: Die erste beiden Ziffern geben die Produktionswoche, die letzten beiden das Produktionsjahr an.

Der wichtigste Buchstabe auf dem Reifen ist das Geschwindigkeitssymbol: T bedeutet eine Höchstgeschwindigkeit von 190km/h, S eine von 180km/h und mit Q-Reifen darf man höchstens 160 km/h fahren. Sollte die Laufleistung des Autos höher sein als die Höchstgeschwindigkeit des Reifens, muss im Sichtfeld des Fahrers eine Plakette mit der Reifenhöchstgeschwindigkeit angebracht werden. Diese Höchstgeschwindigkeit darf in keinem Fall überschritten werden.

 
  Reifen1  
 

PROFIL

Zeigen Sie Profil!

Das Gesetz schreibt eines Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor. Reifenexperten aber empfehlen, die Reifen schon vor Erreichung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe auszutauschen. Und zwar: Sommerreifen ab 2mm, Breitreifen ab 3 mm und Winterreifen ab 4mm Restprofiltiefe.

 
  Reifen2  
 
   
 
     
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