Schulbus

Schulbus Schulbus

Verhalten an Bushaltestellen - Kennen Sie die Regeln?
An Bushaltestellen besteht immer eine besondere Gefahr:
Fußgänger, die die Fahrbahn überqueren, werden häufig von vorbeifahrenden Kraftfahrzeugen angefahren oder jedenfalls gefährdet. Mit der jetzigen Regelung, die sowohl innerorts als auch außerorts gilt, sollen die Fahrgäste, insbesondere die am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmer, nämlich Kinder und ältere Menschen, im Straßenverkehr besser geschützt werden. Schulbusschule

Die drei wichtigsten Fallbeispiele, die Sie beachten müssen, sind:

Schulbus Beispiel 1
Sie fahren hinter einem Linienbus oder einem Schulbus her. Sobald der Bus - während der Fahrt - das Warnblinklicht einschaltet, dürfen Sie ihn nicht mehr überholen. Absolutes Überholverbot.





Schulbus Beispiel 2
Der Bus hält mit eingeschaltetem Warnblinklicht an einer Haltestelle (auch Haltebucht) an, um Fahrgäste ein- oder aussteigen zu lassen. Nun dürfen Sie mit Schrittgeschwindigkeit (= 4-7 km/h) am Bus vorbeifahren. Fahrgäste dürfen aber nicht gefährdet oder behindert werden. Wenn nötig, müssen Sie anhalten.



Schulbus Beispiel 3
Sie kommen einem Schul- oder Linienbus entgegen, der auf einer Fahrbahn mit Gegenverkehr (also ohne bauliche Trennung der Fahrbahn) mit eingeschaltetem Warnblinklicht an einer Haltestelle steht, um Fahrgäste ein- oder aussteigen zu lassen. Auch an diesem dürfen Sie nur mit Schrittgeschwindigkeit (= 4-7 km/h) vorbeifahren. Fahrgäste dürfen nicht gefährdet oder behindert werden. Wenn nötig, müssen Sie anhalten.



Wer einen Bus überholt, der sich mit Warnblinker einer Haltestelle nähert, muss mit 40 EUR Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Wer schneller als mit Schritttempo am stehenden Bus vorbeifährt und Fahrgäste behindert oder gefährdet, wird mit 40 bzw. 50 EUR Bußgeld und zwei Punkten bestraft. Wer innerorts mit mehr als 30km/h schneller als erlaubt am Bus vorbeifährt, dem drohen - wie bei anderen Tempoverstößen - nach dem Bußgeldkatalog 100 EUR Bußgeld, drei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Schulbusschule

Verhalten an der Haltestelle Das richtige Verhalten an der Haltestelle
Viele Unfälle im Schülerverkehr geschehen an der Haltestelle. Die gute Nachricht: Durch verschiedene einfache Verhaltensregeln können diese Unfälle vermieden werden. In diesem Abschnitt erfahren Sie, auf welche Gefahren Kinder an der Haltestelle achten müssen und wie sie sich in verschiedenen Situationen verhalten müssen.
Verhalten an der Haltestelle
Der Weg zur Haltestelle
Sicherheit im Straßenverkehr beginnt bereits vor dem Erreichen der Bushaltestelle: Erläutern Sie Eltern, wie wichtig es ist, die Kinder rechtzeitig loszuschicken. Wenn Schüler in Zeitnot geraten, rennen sie eher unbedacht über Straßen oder laufen dem Bus hinterher.

Ermuntern Sie Eltern, vor Schulbeginn den Schulweg mit ihrem Kind zu üben:

- Welches ist die sicherste Strecke zur Bushaltestelle? Dies muss nicht der direkte, kürzeste Weg sein!
-Welche möglichen Gefahrenmomente gilt es zu beachten?
-Wie können diese vermieden werden?
Weisen Sie andere Eltern in diesem Zusammenhang darauf hin, wie wichtig das eigene Verhalten als Vorbild wirkt! Ist das Kind mit dem Schulweg vertraut, wird es sich auch im Schulalltag trotz vieler neuer Eindrücke und Ablenkungen verkehrssicher verhalten können

Warten will gelernt sein
Das Warten an der Haltestelle ist für Kinder ein quälendes Übel. Es ist nur verständlich, dass sie sich nach einem Zeitvertreib sehnen. Vor allem mittags, wenn die Kinder es kaum noch abwarten können, von der Schule nach Hause oder zu Freunden zu fahren. Daher ist darauf zu achten, dass die Kinder nicht unkontrolliert spielen, toben, schubsen und raufen. Sonst besteht die Gefahr, dass Kinder auf die Straße in den fahrenden Verkehr stolpern und so Unfälle provoziert werden.


Verhalten an der Haltestelle Außerdem sind möglicherweise Radwege zu beachten, die an der Haltestelle vorbeiführen, damit es nicht zu Zusammenstößen mit Radfahrern kommt. Geben Sie also den Kindern Anregungen für einen sicheren und interessanten Zeitvertreib zum Überbrücken der Wartezeit.Zum „richtigen“ Warten an der Bushaltestelle gehört auch, dass die Kinder ausreichenden Abstand zur Bordsteinkante halten, damit sie nicht von heranfahrenden Bussen gefährdet werden. Kindern ist nämlich der Überhang des Busses beim Anfahren der Haltestelle oft nicht bewusst – dass also das Führerhaus beim Anfahren über die Bordsteinkante ragt. Daher ist stets ein Abstand von einem Meter zur Bordsteinkante einzuhalten. Auf Grund des Ausschwenkens des Busses beim Verlassen der Haltestelle ist auch hier auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu achten. Weiterhin lassen sich Unsicherheiten, Stress und Hektik vermeiden, wenn Kinder das Lösen von Fahrkarten und Lesen der Fahrpläne beherrschen.

Verhalten an der Haltestelle Ausschwenken des Busses
Die Hinterräder eines Fahrzeugs folgen in Kurven nicht exakt der Spur der Vorderräder, sondern schneiden die Kurve. Dieser Effekt ist bei langen Fahrzeugen wie Bussen oder Lkws besonders deutlich zu beobachten.


Erklären Sie Kindern darum, dass sie zu ihrer Sicherheit einen Abstand von abbiegenden Bussen halten müssen, wenn sie sich im Innenradius der Kurve befinden. Denn wenn ein Kind zu dicht an einer Straßenecke steht, kann es in ungünstigen Fällen vom hinteren Teil des Busses erfasst werden.Besonders gefährlich an dieser Situation ist, dass das Kind den Bus ja vor sich vorbeifahren sieht, die eigentliche Gefahr aber von hinten kommt. Weisen Sie Kinder darauf hin, bei abbiegenden Bussen auch auf den hinteren Teil des Fahrzeugs zu achten.

Verhalten an der Haltestelle Konflikte mit Radfahrern Nicht nur die Fahrbahn für Pkws, die an Bushaltestellen vorbeiführt, birgt Unfallrisiken, Schüler müssen auch auf angelegte Radwege achten. Spielende Kinder können leicht von Fahrradfahrern angefahren werden. Dies ist ein weiterer Grund, warum Schüler an Haltestellen nicht herumtoben sollen. Weisen Sie die Schüler außerdem daraufhin, beim Aussteigen aus dem Bus nicht sofort loszurennen, sondern nach eventuellen Fahrradfahrern zu schauen.

Wird ein Schulbusservice neu eingerichtet, ist es von großem Vorteil, Radwege gleich in die Planung mit einzubeziehen: Möglicherweise lassen sie sich ja so anlegen, dass sie in großem Abstand an einer Haltestelle vorbeiführen. Deutliche Markierungen der Radwege helfen außerdem, die Aufmerksamkeit auf diese Fahrbahnen zu lenken. Damit wäre ein weiteres Risiko gebannt.

Verhalten an der Haltestelle Regeln fürs Ein- und Aussteigen
Ist der Bus nach einigem Warten endlich angekommen, wollen die Schüler so schnell wie möglich einsteigen. Sei es, weil sie einen Sitzplatz ergattern oder neben einem Freund sitzen wollen: Oft kommt es an Bushaltestellen zu Rangeleien.


Und gerade nach der Schule können es Kinder nicht abwarten, endlich nach Hause zu kommen – dann wollen sie so schnell wie möglich aus dem Bus und laufen womöglich unaufmerksam über Radwege oder gar Straßen.In diesem Abschnitt erfahren Sie, mit welchen leicht einleuchtenden Verhaltensregeln Kinder sicher ein- und aussteigen können. Denn wenn an Haltestellen nicht gedrängelt wird, geht auch das Einsteigen schneller!

Verhalten an der Haltestelle Sicherheitseinrichtungen der Türen
Ist der Bus nach einigem Warten endlich angekommen, wollen die Schüler so schnell wie möglich einsteigen. Sei es, weil sie einen Sitzplatz ergattern oder neben einem Freund sitzen wollen: Oft kommt es an Bushaltestellen zu Rangeleien.
Und gerade nach der Schule können es Kinder nicht abwarten, endlich nach Hause zu kommen – dann wollen sie so schnell wie möglich aus dem Bus und l

Verhalten an der Haltestelle Drängeln beim Einsteigen
Gerade beim Einsteigen kommt es zwischen den Kindern häufig zu Gerangel und Gedränge: Schüler drücken gegen die Bustüren oder werden von den hinteren Kindern dagegen gedrückt. Außerdem vergessen sie in einer solchen Situation eher den einzuhaltenden Sicherheitsabstand zur Bordsteinkante.






Weisen Sie die Kinder darauf hin, dass der Bus niemanden „zurücklässt“, also jeder mitkommt, und Gedrängel nur die Abfahrt verzögert. Denn wenn die Kinder gegen die Türen drücken, lassen sich diese nicht öffnen. An vollen Haltestellen lässt sich Gedränge vermeiden, wenn die Kinder ihre Schultaschen in der Reihenfolge aufstellen, in der sie an der Haltestelle ankommen. In dieser Reihenfolge stellen sie sich dann nach Halten des

Busses an der Tür an, um einzusteigen. Dabei sollten die Fahrkarten zum Vorzeigen griffbereit sein. Eingestiegene Kinder rücken nach hinten durch, um Platz für die anderen Kinder zu schaffen. So lässt sich unnötiges Warten und damit Ungeduld vermeiden.

Verhalten an der Haltestelle Richtiges Verhalten für die sichere Fahrt
Der Schulbus ist ein sicheres Verkehrsmittel. Noch sicherer wird die Fahrt, wenn die Schüler einige einfache Verhaltensregeln beachten. Hier erfahren Sie, worauf Kinder bei der Busfahrt hingewiesen werden müssen, und durch welche Verhaltensweisen Gefahrensituationen gar nicht erst entstehen.

Verhalten an der Haltestelle Sitzplätze nutzen
Auch wenn sich die Kinder während der Fahrt lieber direkt bei ihren Freunden aufhalten möchten: Der sicherste Platz im Bus ist der Sitzplatz. Sofern also noch Sitzplätze frei sind, sollen Kinder diese nutzen. Das hat den weiteren Vorteil, dass zu- und aussteigende Kinder sich nicht durch einen vollen Gang drängen müssen. Daraus folgt auch, dass Sitzplätze nicht für zusteigende Freunde

freigehalten oder gar durch Schultaschen belegt werden. Und am besten wird der Sitzplatz zum Aussteigen erst verlassen, wenn der Bus an der Haltestelle gestoppt hat.

Verhalten an der Haltestelle Sicherer Halt bei Stehplätzen
In Kurven und bei Bremsmanövern können Kräfte auftreten, die die Kinder ohne sicheren Halt nicht mehr abfangen können. Um sich bei Stürzen im Bus nicht zu verletzen, müssen Kinder lernen, sich gut an den angebrachten Haltevorrichtungen festzuhalten, wenn alle Sitzplätze belegt sind.

Zu einem guten Halt gehört auch, die Schultasche vom Rücken zu nehmen und zwischen die Beine auf den Boden zu stellen, sodass niemand beim Ein- oder Aussteigen behindert wird. Aus dem gleichen Grund befinden sich im Bereich der Ein- und Ausgänge keine Stehplätze. Außerdem dürfen sich Kinder nicht gegen die Türen lehnen.

Verhalten an der Haltestelle Wohin mit der Schultasche?
Schultaschen gehören weder auf die Sitzplätze noch mitten in den Gang. Taschen auf Sitzplätzen blockieren diese nur, sodass andere Kinder sie nicht nutzen können. Bei einer scharfen Bremsung können sie außerdem durch den Bus rutschen. Kinder, die einen Sitzplatz haben, stellen die Tasche entweder vor sich auf den Boden oder nehmen sie auf den Schoß.

Kinder, die im Gang stehen, stellen die Tasche auf den Boden zwischen ihre Beine. Dadurch behindert die Tasche niemanden beim Ein- bzw. Aussteigen und auch bei einem Bremsmanöver ist sie sicher aufgehoben.

Verhalten an der Haltestelle Gefahrenbremsung
Kinder möchten sich nach der langen Sitzerei in der Schule vielleicht die Beine vertreten oder mit Freunden zusammenstehen. Erläutern Sie Ihren Schülern, warum es dennoch sicherer ist, freie Sitzplätze zu nutzen und bei Stehplätzen sicheren Halt zu suchen. Denn wenn der Bus abrupt bremsen muss, treten mitunter Fliehkräfte auf, die Kinder, die im Gang umherlaufen und sich nicht richtig festhalten, nicht mehr abfangen können. So kann es möglicherweise zu gefährlichen Stürzen kommen.Aus dem gleichen Grund sollten Schultaschen nicht einfach im Gang herumstehen. Wenn Kinder sitzen, gehören die Taschen vor ihnen auf den Boden oder auf den Schoß, bei



Stehplätzen sollte die Tasche sicher zwischen die Beine gestellt werden. So rutschen sie bei Bremsmanövern nicht durch den Bus.