Technik

Was ist technik

Abblendlicht
Mit dem Abblendlicht kann die Fahrbahn ca. 50 bis 75 Meter ausgeleuchtet werden. Dabei wird der rechte Fahrbahnrand etwas weiter ausgeleuchtet als der Fahrbahnteil des Gegenverkehrs. So kann der Fahrer eventuelle Hindernisse schneller erkennen. Mit Abblendlicht muss gefahren werden: bei Dunkelheit, während der Dämmerung, am Tage, wenn es die Sichtverhältnisse erfordern und bei Krafträdern immer. Bei Dunkelheit dient das Abblendlicht neben dem Gesehen werden vor allem auch dem eigenem Sehen.

ABS
ABS ist die Abkürzung für „Anti-Blockier-System“. Dieses System sorgt dafür, dass die Bremsen bei voller Betätigung nicht blockieren. So kann der Fahrer das Auto zwar einerseits voll bremsen, andererseits bleibt das Auto dabei lenkbar. ABS macht sich meistens nicht bei normalem, trockenen Untergrund bemerkbar. Der Fahrer merkt den Einsatz dagegen bei nasser oder rutschiger Fahrbahn. Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass ABS den Bremsweg verkürzt. Mittlerweile ist ABS fast in jedem Fahrzeug Standard.

Achslast
Die Achslast bezeichnet das Gewicht, das auf eine Achse wirken darf. Das Gewicht darf nicht unbegrenzt sein und ist von Pkw zu Pkw verschieden.

Adaptive Geschwindigkeitsregelung
Adaptive Geschwindigkeitsregelung: Dieses System ist eine Art Weiterentwicklung des Tempomaten. Bei der Geschwindigkeitsregelung wird das Tempo aber nicht nur einfach über längere Zeit gehalten, sondern die Elektronik sorgt auch für einen passenden Abstand zum Vordermann.

Aerodynamik
Aerodynamik ist die Lehre von der Bewegung gasförmiger Körper. Im Automobilbau ist damit die Bewegung des Fahrtwindes um die Karosserie gemeint. Je geringeren Widerstand ein Auto dem Fahrtwind bietet, desto günstiger ist die Aerodynamik. Messwert ist der cw-Wert (Luftwiderstandswert), der im Windkanal ermittelt wird.

Airbag
Airbags sind Luftsäcke, die die Fahrzeuginsassen bei einem Unfall schützen, indem sie sich in Sekundenbruchteilen aufpusten. Airbags gibt es mittlerweile nicht nur für einen Frontcrash, viele Autos verfügen bereits über Seiten- und Kopfairbags sowohl für die vorderen wie die hinteren Passagiere. Für den Beifahrersitz lässt sich ein Airbag abschalten, falls dort ein Kinderrückhaltesystem angebracht ist. Außerdem gibt es mittlerweile Systeme, die von selbst erkennen, ob der Beifahrersitz belegt ist oder nicht.

Aktives Kurvenlicht
Ein aktives Kurvenlicht leuchtet nicht einfach nur starr geradeaus, sondern reagiert auf Lenkbewegungen. Fährt der Fahrer also beispielsweie durch eine Kurve, so lenken die Lampen mit ein, damit der Fahrer eine bessere Sicht über die Kurve hat.

Allrad
Allradantrieb bedeutet im Gegensatz zu Vorder- oder Hinterradantrieb, dass alle vier Räder angetrieben werden. Dies ist meistens bei Geländewagen oder SUV der Fall. Allradantrieb gibt es in zwei Versionen: Entweder verfügt das Fahrzeug immer (also permanent) über einen solchen Antrieb oder der Fahrer kann ihn nach Bedarf zuschalten.

Anlasser
Anlasser sind kleine Elektromotoren, die an das Kupplungs- bzw. Getriebegehäuse angebaut werden. Der Anlasser wird beim Drehen des Zündschlüssels von der Batterie durchgedreht, dabei spurt das Anlasserritzel in den Zahnkranz der Schwungscheibe und dreht den Motor durch. Sobald der Motor angesprungen ist, spurt das Anlasserritzel mittels Federkraft wieder aus.

Aquaplaning
Hat sich auf der Straße eine Menge Wasser gesammelt, können die Reifen deswegen die Haftung zum Untergrund verlieren. Das Auto beginnt zu "schwimmen" und der Aquaplaningeffekt ist da.

Bio-Diesel
Biodiesel wird aus pflanzlichen Ölen gewonnen, die auf natürliche Art aus der Energie der Sonne entstehen. Pflanzliche Öle sind nicht mineralischen Ursprungs und unterliegen damit auch nicht der Mineralsteuer. Dadurch ist Biodiesel günstiger als mineralischer Diesel.

Bremse
Eine Bremse ist eine Vorrichtung zum Verlangsamen eines Fahrzeuges. Es gibt mehrere Arten von Bremsen. Bei einem Kfz unterscheidet man die Handbremse - eigentlich Feststellbremse - und die Betriebsbremse. Die Handbremse dient zum Halten des Fahrzeuges im Stand. Die Betriebsbremse (Fußbremse) ist die Hauptbremse, die die Fahrt verlangsamen soll.

Bremssattel
Bremssättel sind Teil der Bremsanlage und sorgen für den richtigen Druck bei den Bremsbelägen. Denn die Sättel drücken die Beläge gegen die sich drehenden Bremsscheiben an den Rädern. So wird für die Verzögerung gesorgt. Grundsätzlich nehmen die Bremsbeläge die Scheibe dabei von beiden Seiten in die Zange und erschweren ihre Rotation. Für den dafür erforderlichen Druck sorgen Hydraulikzylinder. Gebräuchlich sind unterschiedliche Bauarten wie der so genannte Festsattel und der Schwimmsattel, erklärt der TÜV Nord in Hannover. Der Festsattel ist in sich unbeweglich. Hier muss laut dem TÜV auf beiden Seiten der Bremsscheibe ein hydraulischer Radbremszylinder vorhanden sein, um jeweils einen Bremsbelag zu bewegen. Wegen des einfacheren Aufbaus wird heute meistens der seitlich verschiebbar Schwimmsattel eingesetzt. Bei dieser Bauart ist nur auf einer Seite ein Hydraulikzylinder erforderlich: Der Bremsbelag vor dem Hydraulikzylinder wird gegen die Bremsscheibe gedrückt und der Sattel dabei so weit verschoben, bis der gegenüberliegende Bremsbelag mit der gleichen Kraft dagegen drückt.

Carsharing
Carsharing ist vor allem in Städten bekannt. Dabei teilen sich mehrere Leute ein Auto. Meistens werden sie dazu Mitglieder in einem Verein, der die Fahrzeuge betreut, wartet und die Wünsche nach den Fahrzeugen koordiniert. Autos über Carsharing bezahlt man meist durch eine feste Gebühr sowie nach gefahrenen Kilometern.

Climatic
Climatic bezeichnet eine einfache, manuelle Klimaanlage. Der Begriff ist im VW-Konzern (VW, Audi, Seat, Skoda) gebräuchlich.

Climatronic
Auch dieser Begriff kommt aus dem VW-Konzern. Damit wird eine automatische Klimaanlage bezeichnet, bei der der Fahrer die gewünschte Temperatur einmal eingibt. Die Anlage behält dann automatisch die Temperatur bei. Außerdem lässt sich die Temperatur für Fahrer und Beifahrer getrennt regeln.

Common Rail
Beim Fachbegriff Common Rail handelt es sich um einen Teil des Einspritzsystems. Common Rail bedeutet zunächst übersetzt "gemeinsame Leitung". Durch die gemeinsame Hochdruck-Einspritzleitung werden alle Zylinder versorgt. Das System wird bei Dieselmotoren mit Direkteinspritzung und bei Ottomotoren mit so genannter Multipoint-Einspritzung eingesetzt, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Bei Dieselmotoren sind Einspritzdrücke bis etwa 1600 bar möglich. Während des Einspritzvorgangs wird der Kraftstoff durch die Einspritzdüse ("Injektor") in den Brennraum gepresst. Innerhalb eines Verbrennungstaktes ist es beim Common-Rail-System laut TÜV möglich, mehrere Einspritzungen pro Zylinder zu realisieren. Durch die Voreinspritzung ("Piloteinspritzung") wird das übliche, harte Verbrennungsgeräusch von Diesel-Direkteinspritzern verringert.

Cw-Wert
Cw-Wert ist der Luftwiderstandsbeiwert. Er bezeichnet die Windschlüpfrigkeit eines jeden Körpers, also auch eines Autos. Je niedriger dieser Wert ist, desot windschlüpfriger ist ein Fahrzeug.

De-Dion-Hinterachse
Bei der De-Dion-Achse handelt es sich um eine aufwendige Hinterachskonstruktion, die bei Autos mit Heckantrieb zum Einsatz kommt. Diese Achsen sind leichter als herkömmliche Starrachsen, und stehen außerdem für bessere Straßenlage und höheren Fahrkomfort, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Benannt ist die Achskonstruktion nach ihrem Erfinder Albert De Dion. Grundsätzlich sind bei der De-Dion-Hinterachse der so genannte AchsantrAchsantrieb (Differenzial) und die Kardanwelle fest am Fahrzeugboden befestigt. Die Antriebskräfte werden von dem Achsantrieb über Gelenkwellen an die Räder übertragen, so der TÜV.

DEKRA DEKRA steht für Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungsverein. Überprüft die Verkehrssicherheit an Fahrzeugen. Ähnliche Einrichtung wie der TÜV.

Diesel
Dieselkraftstoff ist ein Gemisch aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen, das als Kraftstoff für einen Dieselmotor geeignet ist. Diesel wird aus der Destillation von Rohöl als Mitteldestillat gewonnen. Die Hauptbestandteile eines Dieselkraftstoffes sind unter anderem Alkane, Cycloalkane und aromatische Kohlenwasserstoffe. Dieselmotoren haben einen höheren Wirkungsgrad und einen geringeren Verbrauch als beispielsweise Benziner.

Differential
Das Differential erlaubt einen Drehzahlausgleich zwischen den beiden angetriebenen Rädern einer Achse. Der ist nötig, weil bei Kurvenfahrten das innere Rad einen kürzeren Weg als das äußere Rad zurücklegt und das innere Rad somit weniger Umdrehungen braucht.

Differentialsperre
Üblicherweise verfügen Autos über ein Ausgleichsgetriebe (Differential), das die unter anderem bei Kurvenfahrten nötigen unterschiedlich schnellen Radumdrehungen ermöglichen. Es hat aber den Nachteil, dass auf rutschiger Fahrbahn das Antriebsrad mit der geringeren Reifenhaftung durchdrehen kann und das Fahrzeug nicht vorankommt. Dies lässt sich mit der Differentialsperre unterbinden - das Rad mit der besten Reifenhaftung wird dann zur Kraftübertragung genutzt.

Diffusor
Der Diffusor spielt bei der Aerodynamik eines Fahrzeuges eine Rolle. Denn bei der Aerodynamik zählt nicht nur die Oberseite, sondern auch, was sich unter dem Fahrzeug abspielt, also die Gestaltung des Fahrzeugbodens. Hier kommt der Diffusor ins Spiel. Er besteht aus vertikalen Stegen, durch die Luft-Strömung wie in Kanälen geführt wird, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb ist ein möglichst großer Abtrieb am Fahrzeugheck erwünscht, um die Übertragung der Antriebskräfte zu verbessern, erklärt der TÜV. Während an der Oberseite zu diesem Zweck sichtbare aerodynamische Anbauteile wie Spoiler zum Einsatz kommen, hilft an der Unterseite ein Diffusor.

Drehmoment
Drehmoment ist die Kraft, die auf einen Körper ausgeübt wird und als Produkt aus Kraft und Hebelarm definiert wird. Das Drehmoment gibt die Durchzugskraft des Motors an.

Drehzahl
Die Drehzahl gibt die Umdrehung eines Motors pro Minute an. Dabei haben Benziner höhere Drehzahlen als Dieselfahrzeuge.

Drehzahlmesser
Der Drehzahlmesser misst die Anzahl der Umdrehungen, die ein Motor innerhalb einer Minute macht. Der Drehzahlmesser enthält oftmals einen roten Bereich. Ist der rote Bereich erreicht, weiß der Fahrer, dass er den Motor nicht höher beschleunigen darf. Der Drehzahlmesser ist in das Armaturenbrett integriert und findet sich meist in direkter Nähe zum Tacho.

EBV
EBV ist die Abkürzung für elektronische Bremskraftverteilung. Dies bedeutet, dass bei einem Bremsvorgang die Elektronik per Sensoren das Abbremsen der Räder überwacht und so das Blockieren einzelner Räder verhindert.

Einparkhilfe
Eine Einparkhilfe ist zumeist bei größeren Fahrzeugen zu finden. Sensoren am Heck geben dem Fahrer akustische Signale beim Einparken, damit der Fahrer den Abstand zu eventuellen Hindernissen besser abschätzen kann.

Einpresstiefe
Einpresstiefe ist nicht, wie manchmal irrtümlich angenommen, die die Beschreibung der sichtbaren Randflächen von Leichtmetallrädern. Tatsächlich steht die Einpresstiefe für den Abstand zwischen der Fläche, an der das Rad angeschraubt wird, und der Felgenmitte. Die Form der Radschüssel und damit auch die Einpresstiefe wird unter anderem von der Größe der Bremsscheiben und die Gestalt der Bremssättel beeinflusst. Eine Änderung der Einpresstiefe ändert auch die Spurweite und den so genannten Lenkrollradius des Fahrzeugs.

Einspritzer
Einspritzer sagt nichts anderes aus, als dass der Kraftstoff elektronisch in die Brennkammer eingespritzt wird.

Einzelradaufhängung
Von einer Einzelradaufhängung spricht man bei Autos, wenn die Räder unabhängig voneinander ein- und ausfedern können, erklärt der TÜV Nord in Hannover. Bei einer starren Achse dagegen haben die Bewegungen des einen Rades Auswirkungen auf das andere. Der Vorteil der Einzelradaufhängung liegt darin, dass die Bewegung eines Rades die des Gegenüberliegenden nicht beeinflusst. Dies bringt prinzipiell Vorteile für den Komfort und das Fahrverhalten. Obwohl auch bei Autos mit Einzelradaufhängung von Vorderachse und Hinterachse gesprochen wird, ist eine Achse zwischen den Rädern als solche praktisch nicht mehr vorhanden. Bei einer Starrachse dagegen sind linkes und rechtes Rad starr verbunden, so dass die Bewegung des einen Rades Auswirkungen auf das andere hat.

Elektrische Fensterheber
Sie können ein Segen sein, etwa wenn man mal Durchzug im Wagen machen und alle Fenster runterfahren will. Sie können aber auch ihre Tücken haben, etwa wenn der Motor streikt. Elektrische Fensterheber sind ein beliebtes Extra für mehr Komfort im Auto. Hinter der einfachen Bedienung steckt jedoch ein recht komplexes System. Zentrales Element bei elektrischen Fensterhebern ist ein Elektromotor, der in der Autotür sowie - bei Coupés - dem hinteren Seitenteil eingebaut wird. Das Bewegen der Scheibe kann dann auf unterschiedliche Arten erfolgen: Der Elektromotor treibt entweder ein Gelenk- oder ein Seilzuggetriebe an. Beim Gelenkgetriebe wird durch ein Zahnrad ein scherenartiges Gestänge bewegt, durch das die Scheibe auf und zu gefahren wird. Beim Seilzuggetriebe wird die Fensterscheibe per Seilzug auf und ab bewegt. Ein so genanntes Schneckengetriebe sorgt dafür, dass die Bewegungen gleichmäßig erfolgen.

ESP
ESP steht für elektronisches Stabilitätsprogramm. Dieses Programm erlangte im Zusammenhang mit dem so genannten Elch-Test der ersten Mercedes A-Klasse Mitte der 90er Jahre größere Bekanntheit. Denn das ESP sorgt dafür, dass das Fahrzeug auch im Grenzbereich (beispielsweise in Kurven) stabil bleibt und guten Kontakt zum Untergrund behält. ESP kann beispielsweise einzelne Räder getrennt abbremsen oder in die Gasannahme eingreifen.

EU-Fahrzeug
Als EU-Fahrzeug werden solche Autos bezeichnet, die in Deutschland verkauft werden, aber aus den Ländern der Europäischen Union (EU) geholt werden. Diese Variante erfreut sich großer Beliebtheit, da EU-Fahrzeuge meistens sehr viel günstiger sind als die Modelle beim heimischen Händler. Allerdings muss man bei EU-Fahrzeuge auf die Ausstattung achten, sie muss deutschen Vorschriften genügen.

FAP FAP bezeichnet beim PSA-Konzern (Peugeot, Citreon) den Dieselpartikelfilter, der Rußpartikel aus den Abgasen herausfiltert. Der Konzern gilt bei dieser Technologie als Vorreiter.

Fernlicht
Das Fernlicht dient der optimalen Ausleuchtung der Fahrbahn. Die Leuchtweite liegt zwischen 100 und 200 Metern. Die Blendwirkung von Fernlicht reicht aber erheblich weiter. Daher muss immer sofort abgeblendet werden, wenn entgegenkommende oder vorausfahrende Verkehrsteilnehmer auf oder neben der Fahrbahn gesichtet werden.

FIS
Der Begriff FIS steht für „Fahrerinformationssystem“ und wird meist vom VW-/Audi-Konzern verwandt. Das FIS gibt dem Fahrer wichtige Informationen über sein Fahrzeug, bsp. die Außentemperatur, die gefahrenen Kilometer, den Ölstand oder die Reichweite des Tankinhalts. Der allgemeine Begriff dafür lautet Bordcomputer.

FWD
FWD ist die Abkürzung für "Four-Wheel-Drive", was nichts anderes bedeutet als Vierradantrieb. Der Antrieb wird also auf alle vier Räder gleichmäßig verteilt, im Gegensatz zu Vorder- oder Hinterradantrieb, wo jeweils nur zwei Räder angetrieben werden.

Gasfüllung
Anstatt mit Luft können Autoreifen auch mit einem Gasgemisch gefüllt werden. Diese Art der Füllung mit Stickstoff hat sogar einige Vorteile: So sind Stickstoff-Moleküle größer als die der Luft - das Gas entweicht daher langsamer aus der Bereifung, und der Reifendruck bleibt länger konstant. Hinzu kommt, dass Stickstoff sich nicht so schnell erhitzt wie Luft. Das kann die Gefahr verringern, dass der Reifen durch Überhitzung platzt. Stickstoff ist ein nicht brennbares Gas, das schon seit längerer Zeit für die Reifenfüllung von Flugzeugen und Formel-1-Rennwagen eingesetzt wird. Wichtig ist in jedem Fall, den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren - unabhängig davon, ob sich in den Reifen Stickstoff oder Luft befindet.

Glühkerzen
Glühkerzen kommen in Dieselmotoren zum Einsatz. Sie werden gebraucht, um bei Dieselmotoren in kaltem Zustand das Diesel-Luftgemisch zur Explosion zu bringen. Nach dem Starten des Dieselmotors werden die Glühkerzen wieder ausgeschaltet.

GPS
GPS ist die Abkürzung für Global Positioning System. GPS ist ein Satellitengeschütztes System, dass den Standort eines Autos bis auf wenige Meter genau bestimmen kann. Dieses System findet man z.B. in Navigationssystemen wieder.

Gurt
Gurte finden sich heutzutage sowohl auf den Vorder- als auch auf den Rücksitzen. Gurte bestehen aus mehreren Bändern, die die Passagiere bei einem Unfall in ihren Sitzen halten. Die Gurtpflicht wurde am 1. Januar 1976 eingeführt und galt damals zuerst nur für Personen auf den Vordersitzen. Erst am 1. August 1984 wurde auch die Anschnallpflicht auf den Rücksitzen eingeführt. Seitdem wurden diese Bestimmungen mehrmals ergänzt. Für Oldtimer und Nutzfahrzeuge besteht nicht immer die Gurtpflicht

Gurtstraffer
Bei einem Unfall geht es um Sekundenbruchteile. Gurtstraffer im Auto sollen dann helfen, die Folgen eines Aufpralls zu mindern. Kommt es zum Zusammenstoß, werden die Gurtstraffer innerhalb von Sekundenbruchteilen aktiv und straffen den Gurt so weit, dass er eng am Körper anliegt. Die Insassen werden auf diese Weise sicher im Sitz gehalten. Grundsätzlich zählen Gurtstraffer - wie auch Airbags - zu den passiven Sicherheitseinrichtungen des Autos. Sie können im Gurtaufroller installiert sein oder werden am Gurtschloss befestigt. Zeigen die Sensoren des Fahrzeugs einen Unfall an, wird im Gurtstraffer eine kleine Sprengladung gezündet. Der Druck der Explosion sorgt für das Einziehen des Gurts.

Handbremse
Die korrekte Bezeichnung lautet eigentlich Feststellbremse. Denn diese Bremse muss nicht unbedingt per Hand zu betätigen sein. Die Feststellbremse sichert – wie der Name schon sagt – das ruhende Auto ab. Es ist der zweite Bremskreislauf neben der Betriebsbremse, die das Auto während der Fahrt abbremsen kann.

Heckantrieb
Um die Kraft des Motors auf die Räder zu übertragen und das Auto so vorwärts zu bewegen, gibt es drei Möglichkeiten: Frontantrieb, Heckantrib und Allradantrieb. Der Heckantrieb eines Fahrzeuges bedeutet, dass die angetriebenen Räder im hinteren Bereich des Fahrzeuges - eben im Heck - eingebaut sind. Die Fahrzeuge mit Heckantrieb neigen in Kurven häufig zum übersteuern.

Hubraum
Der Hubraum errechnet sich aus Bohrung mal Hub. Dabei bezeichnet Bohrung den Durchmesser des Zylinders, Hub den Weg, den der Kolben im Zylinder zurücklegt. Nach dem Hubraum bemisst sich zudem die Kfz-Steuer.

Hybridantrieb
Bei einem Hybridantrieb verfügt das Auto nicht nur über einen, sondern über zwei Motoren. In den meisten Fällen sind dies ein Elektro- und ein Benzinmotor. Seltener gibt es auch die Variante Elektro-/Dieselmotor. Eine elektronische Steuerung sorgt dafür, dass je nach Betrieb der effizienteste Motor benutzt wird. Der Kraftstoffmotor dient zudem dazu, die Batterien des Elektromotors zu laden, so dass das Fahrzeug nicht an die Steckdose muss.

Idiotentest
Idiotentest ist die umgangssprachliche Bezeichnung für "medizinisch-psychologische Untersuchung" (MPU). Zu dieser Untersuchung werden Autofahrer geladen, die in der Verkehrssünderkartei des Kraftfahrzeugbundesamt in Flensburg 18 Punkte erreicht haben. Die Untersuchung ist berühmt-berüchtigt, weil damit untersucht werden soll, ob jemand zum Führen eines Kraftfahrzeuges geeignet ist.

Isofix
Unter Isofix versteht man eine genormte, feste Verbindung zwischen dem Kindersitz und dem Fahrzeug, die vor allem den sicheren Einbau des Kindersitzes erleichtert. In den Fahrzeugen sind deshalb Isofix-Verankerungen installiert und an den Kindersitzen die passenden Rastarme.

Kaltlaufregler
Der Kaltlaufregler ist ein mechanisches Bauteil, dass dafür sorgt, dass bei älteren Autos in der ersten Startphase ein mageres Benzin-Luft-Gemisch zur Verfügung steht. Mit dem Kaltlaufregler schaffen ältere Benziner bessere Schadstoffnormen, so dass sich ein nachträglicher Einbau vielfach wegen der Einsparungen bei der Kfz-Steuer lohnt. Kaltlaufregler gibt es nur für Benziner.

KBA
KBA ist die Abkürzung für das Kraftfahrzeugbundesamt, das in Flensburg sitzt. Bei Autofahrern ist das Amt meist gefürchtet, weil dort auch die Verkehrssünderkartei geführt wird.

Kfz-Steuer
Die Kraftfahrzeugsteuer muss für jeden Pkw bezahlt werden. Sie richtet sich nach dem Hubraum des Fahrzeuges. Berechnet werden immer angefangene 100 Kubikzentimeter mal einer bestimmte Summe. Diese Summer wiederum entscheidet sich nach der Abgasklasse (Euro-Norm), die das Fahrzeug erreicht. Auch Motorräder und Lkw müssen Kfz-Steuern zahlen.

Klimaanlage
Eine Klimaanlage gehört mittlerweile zur Standardausstattung, selbst in der Kleinwagenklasse. Mit einer Klimaanlage lässt sich im Sommer der Innenraum des Fahrzeugs kühlen, im Winter kann man damit heizen.

Klimaanlage, elektronisch
Die elektronische Klimaanlage ist die komfortable Weiterentwicklung der einfachen Variante. Bei einer elektronischen Klimaanlage gibt der Fahrer nur einmal die gewünschte Temperatur ein. Dann sorgt die Anlage selbsttätig dafür, dass diese Temperatur immer gehalten wird. In vielen Fällen lassen sich die Temperaturwünsche auch für Fahrer und Beifahrer getrennt regeln.

Klimaanlage, manuell
Bei einer manuellen Klimaanlage stellt man selbst die gewünschte Kälte/Wärme ein. Die Anlage arbeitet dann immer auf der einmal eingestellten Stufe.

Knautschzone
Als Knautschzone bezeichnet man diejenigen Bereiche, die sich im Falle einer Kollision verformen und so Energie absorbieren. Somit wird der Fahrgastraum nicht all zu stark beschädigt und die Fahrer erleiden keine schweren Verletzungen.

Kolbenfresser
Kolbenschaden, der durch Mangel an Schmieröl oder Überhitzung entstehen kann. Dabei reibt das Metall des Kolbens am Zylinder, der Kolben kann dabei so stark erhitzen, dass er sich mit der Zylinderlauffläche "verschweißt" (man nennt das auch "der Kolben frisst"). Schlimmstenfalls kann der Motor blockieren.

Kopfstütze, aktiv
Es gibt Kopfstützen und aktive Kopfstützen. Letztere sollen helfen, die Folgen eines Unfalls zu mindern. Bei einem Heckaufprall klappen sie über ein in die Sitzlehne integriertes mechanisches Hebelsystem nach vorne, erklärt der TÜV Nord in Hannover. Auf diese Weise verringert sich der Abstand des Kopfes zur Kopfstütze, der Kopf wird abgebremst. Wirbelsäulenschäden wie das klassische Schleudertrauma werden so reduziert. Wie Airbags und Gurtstraffer zählen auch Aktive Kopfstützen zu den passiven Sicherheitseinrichtungen des Autos.

LED-Leuchten
LED-Leuchten werden an Fahrzeugen zunehmend eingesetzt. Die Abkürzung LED steht für den englischen Begriff Light-Emitting-Diode, also Leuchtdiode, erläutert der TÜV-Nord in Hannover. Der Vorteil von Leuchtdioden gegenüber herkömmlichen Glühlampen besteht unter anderem in ihrer grundsätzlich fast unbegrenzten Lebensdauer. Außerdem bieten die Leuchtdioden auch den Designern mehr Freiheit, da sie sich vielseitiger anordnen lassen als die üblichen Lampen mit Reflektoren. Eingesetzt werden LED's bislang unter anderem an Rückleuchten, für die Zukunft sind auch LED-Scheinwerfer geplant.

Leuchtweitenregulierung
Eine dynamische Leuchtweitenregulierung im Auto hilft dabei, dass sich die Scheinwerfer automatisch der Fahrsituation anpassen. Sie berücksichtigt sowohl so genannten statischen Änderungen wie Ladegewicht und Verteilung der Ladung wie auch dynamische Effekte, die durch Beschleunigen oder Kurvenfahrten ausgelöst werden. Die Lichtverteilung bleibt auf diese Weise immer nahezu konstant. Das gewährleistet gute Sichtverhältnisse für den Fahrer und hilft, ein Blenden des Gegenverkehrs zu vermeiden.

Lichtsensor
Bei neuen Fahrzeugmodellen muss sich der Fahrer nicht mehr darum kümmern, rechtzeitig das Licht einzuschalten, wenn er zum Beispiel durch einen Tunnel fährt. Sensoren sorgen dafür, dass sich die Lampen nach einer kurzen Zeit selbsttätig einschalten, wenn es dunkel wird, und wieder ausschalten, wenn der Fahrer den Tunnel wieder verlässt.

MPU
MPU ist die Abkürzung für "Medizin-Psychologische Untersuchung", im Sprachgebrauch auch "Idiotentest" genannt. Nach einem Verlust der Fahrererlaubnis aufgrund von Drogen- oder Alkoholkonsum bzw. rücksichtslosen Verhaltens muss der Fahrer eine Untersuchung absolvieren, bei der er beweist, dass er geistig-psychologisch dazu in der Lage ist, verantwortungsvoll ein Kraftfahrzeug zu führen. Ab 18 Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei wird eine MPU fällig.

Navigationssystem
Ein Navigationssystem ist eine Technologie, die den exakten Standort eines Fahrzeugs bestimmt und durch die Eingabe eines Ziels die genaue Fahrstrecke erkennen kann. Ein Navigationssystem aktualisiert sich ständig und kann dem Fahrer daher jederzeit genau angeben, in welche Richtung er z.B. bei der nächsten Kreuzung fahren muss. Navigationssysteme sind satellitengeschützt.

Nebelscheinwerfer
Nebelscheinwerfer dürfen bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall oder Regen eingeschalten werden. Sie sind sehr tief am Fahrzeug angebracht und leuchten daher unter dem Nebel hindurch auf die Fahrbahn.

Nebelschlussleuchte
Die Nebelschlussleuchte hat mehrfach stärkeres Licht als die normalen Rückleuchten. Durch diese besonders helle Leuchte soll schweren Auffahrunfällen bei Nebel vorgebeugt werden. Die Nebelschlussleuchte muss eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite durch Nebel weniger als 50 Meter beträgt. Schaltet man die Nebelschlussleuchte fälschlicherweise bei Regen oder Schneefall ein, wird der nachfolgende Verkehr geblendet.

Niederquerschnittsreifen
Niederquerschnittsreifen sind ein bestimmter Reifentyp, der hauptsächlich bei Sportwagen zum Einsatz kommt. Niederquerschnitt bedeutet, dass die Abmessungen von der Felge bis zum äußeren Ende des Reifens besonders gering sind. Oft sind Niederquerschnittsreifen gleichzeitig Breitreifen.

Notrad
Das Notrad spart Platz und Gewicht. Deshalb wird es verstärkt anstelle des üblichen Reserverades eingesetzt. Dieses sehr schmale Rad verändert die Fahreigenschaften erheblich, weshalb die Höchstgeschwindigkeit (meist 80 km/h) nicht überschritten werden darf. Bei der nächst möglichen Gelegenheit muss das Notrad wieder durch eine normale Bereifung ersetzt werden.
Oktanzahl
Die Oktanzahl kennzeichnet die Klopffestigkeit (Widerstand gegen Selbstentzündung) von Kraftstoffen. Je höher die Oktanzahl ist, desto klopffester ist der Kraftstoff. Zum Beispiel würde eine Oktanzahl von OZ = 95 eines Benzins bedeuten, dass die Klopffestigkeit des Benzins einem Gemisch aus 95% Isooktan und 5% n-Heptan entspricht. Man kann zwischen verschiedenen Oktanzahlen unterscheiden: ROZ = Research -(Erforschte) Oktanzahl , MOZ = Motor-Oktanzahl, SOZ = Straßen-Oktanzahl und FOZ = Front-Oktanzahl.
Ölwechsel
Das im Motor benötigt Öl verschmutzt nach einiger Zeit. Damit der Motor aber weiterhin gut läuft, muss das Öl nach gewissen Zeiträumen gewechselt werden. Die Zeiträume für Ölwechsel werden über die Laufleistung angegeben. Moderne Fahrzeuge müssen nur noch alle 30.000 oder sogar nur noch alle 50.000 Kilometer zu einem Ölwechsel. Viele Autos können die Serviceintervalle auch selbst berechnen und melden sich per Bordcomputer von selbst.

PDC
Abkürzung für Park Distance Control, zu deutsch einfach Einparkhilfen. Gerade bei größeren Autos ist eine solche Hilfe von Vorteil. Am Heck eingebaute Sensoren geben dem Fahrer akustische Hinweise, wie weit er von einem Hindernis oder von einem hinter ihm parkenden Fahrzeug entfernt ist.

PS
Für manche Fahrer das wichtigste an einem Auto. PS gibt die Pferdestärken an. Mittlerweile ist die Einheit PS jedoch von den Kilowatt (kW) abgelöst.

Pumpe-Düse
Beim Pumpe-Düse-System handelt es sich um eine spezielle Kraftstoffeinspritzung in den Automotor. Laut dem TÜV Nord in Hannover gibt es bei diesem System für jeden Zylinder des Motors ein eigenes Pumpe-Düse-Element, das aus einem Pumpenteil, einem Düsenteil und dem Magnetventil besteht. Jede Einheit spritzt den Kraftstoff in abgestimmter Menge zur exakten Zeit in einen Brennraum. Das System ermöglicht hohe Einspritzdrücke auch ohne die sonst üblichen Hochdruck-Einspritzleitungen. Als Vorzug der Technik im Vergleich mit anderen Einspritzsystemen gilt unter anderem ein geringerer Kraftstoffverbrauch bei gleichzeitig besserer Leistungsausbeute.

Querlenker
Der Querlenker ist Teil des Fahrwerks. Er sorgt bei Fahrzeugen, deren Räder nicht an einer starren Achse, sondern unabhängig voneinander befestigt sind (Einzelradaufhängung), für Stabiltät und einen geraden Lauf.

Regensensor
Ein Regensensor ist eine komfortable Erfindung. Er erkennt von selbst, wann die Windschutzscheibe so feucht ist, dass die Scheibenwischer betätigt werden müssen.

Re-Importe
Bei so genannten Re-Importen handelt es sich um Autos, die in Deutschland für ausländische Märkte hergestellt und anschließend wieder nach Deutschland zurückgebracht werden. Re-importierte Autos sind meist günstiger als direkt für Deutschland produzierte, verfügen aber in vielen Fällen auch über eine andere Serienausstattung.

Rußpartikelfilter
Aufgrund der Feinstaub-Diskussion sind sie in aller Munde: Rußpartikelfilter werden eingesetzt, um die als Krebs erregend eingestuften, festen Partikel in den Abgasen von Dieselmotoren zu beseitigen. Als bisher beste Lösung hat sich dabei laut dem TÜV Nord in Hannover der so genannte Keramik-Monolith-Filter erwiesen. Hier strömen die Abgase durch die poröse, wabenförmige Struktur des Filters, wobei sich die Partikel in den Poren ablagern. Um ein Verstopfen des Filters zu verhindern, muss dieser in gewissen Abständen "regeneriert", dass heißt gesäubert, werden.

Scheibenbremse
Bei den Scheibenbremsen wirken die Bremskräfte von außen auf eine Scheibe. Dieser Druck verlangsamt die Drehbewegung der Scheibe und damit der Räder. Die Scheibenbremsen haben an Personenwagen die Trommelbremsen weitgehend verdrängt. Seit Mitte der neunziger Jahre werden sie auch an Omnibussen, Lkw und Anhängern verwendet. Die Scheibe ist mit einer Nabe verbunden und dreht sich wie das Rad selbst beim Fahren. Zu beiden Seiten der Scheibe befinden sich die Bremsbeläge, montiert in einem so genannten Bremssattel. Die Beläge werden beim Bremsen hydraulisch gegen die rotierende Bremsscheibe gedrückt, klemmen sie quasi ein und sorgen so für die Reduzierung der Geschwindigkeit. Scheibenbremsen haben bei Pkw weitgehend die alten Trommelbremsen abgelöst. Auch bei größeren Fahrzeugen wie Omnibussen oder Lkw werden sie seit Mitte der 90er Jahre immer häufiger eingesetzt, so der TÜV Nord. Die Bremse besteht aus einer Scheibe an jedem Rad, die mit einer Nabe verbunden ist - und sich wie das Rad selbst beim Fahren dreht. Zu beiden Seiten der Scheibe befinden sich die Bremsbeläge, montiert in einem so genannten Bremssattel. Die Beläge werden beim Bremsen hydraulisch gegen die rotierende Bremsscheibe gedrückt, klemmen sie quasi ein und sorgen so für die Reduzierung der Geschwindigkeit.

Schwingungsgyrometer
Schwingungsgyrometer - ein schwieriger, fast unaussprechlicher Name. Trotzdem ist er im Auto für bestimmte Systeme nicht verzichtbar. Denn fest eingebaute Navigationssysteme und auch Elektronische Stabilitätsprogramme (ESP) arbeiten mit Hilfe eines so genannten Schwingungsgyrometers. Ein Gyrometer dient prinzipiell dazu, Drehwinkel-Änderungen um die Hochachse des Fahrzeugs - den so genannten Gier-Winkel - zu erfassen. Das Gerät verfolgt die Lage des Wagens im Grunde wie ein Kompass und erfasst jede Drehung, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Beim Navigationssystem wird diese Funktion zur Unterstützung des Streckenerfassung genutzt - unter anderem dann, wenn zum Beispiel in einem Tunnel keine Satellitenverbindung vorhanden ist. Der ESP-Rechner dagegen zieht aus den Daten Rückschlüsse auf möglicherweise nötige Bremseingriffe.

Seitenairbag
Seitenairbag sind Luftsäcke, die an den Seiten des Autos eingebaut sind und sich im Falle eines seitlichen Aufpralls blitzschnell aufpusten. So schützen sie die Passagiere vor Unfällen. Die Luftsäcke können wahlweise in den Türen oder in den Sitzen eingebaut sein. Sind sie in den Sitzen eingebaut, so sollte man vorsichtig mit Schutzbezügen für die Sitze sein. Denn die Schutzbezüge sollten in keinem Fall die Wirkung der Seitenairbags beeinträchtigen. Bei manchen Herstellern werden die Seitenairbags auch Sidebags genannt.

Selbstzünder
Dieselfahrzeuge werden auch Selbstzünder genannt, da sich bei ihnen der Kraftstoff in der extrem komprimierten und heißen Luft von selbst entzündet. Im Gegensatz zum Benzinmotor kann ein Diesel daher auf Zündkerzen verzichten. Ein Diesel verfügt lediglich über Glühkerzen, die beim Kaltstart für die richtige Temperatur sorgen. Dieselmotoren sind nach ihrem Erfinder Rudolf Diesel benannt.

Sequenzielles Schaltgetriebe
Bei modernen sequenziellen Schaltgetrieben im Auto wird der Schaltvorgang über Tasten oder so genannte Paddel am Lenkrad ausgelöst. Damit werden Magnetventile elektrisch angesteuert, die sowohl die hydraulische Betätigung der Kupplung als auch das Schalten an sich auslösen, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Die Wahl des Ganges wird über eine Elektronik gesteuert. Bei einigen Ausführungen kann zwischen verschiedenen Schaltprogrammen gewählt werden, mit denen zum Beispiel winterliche Verhältnisse, eine besonders Energie sparende oder eine sportliche Fahrweise berücksichtigt werden können.

Tachometer
Der Tachometer zeigt die gefahrene Geschwindigkeit sowie die zurückgelegten Kilometer an. Tachos sind in der Regel nicht geeicht, deswegen ist die angezeigte Geschwindigkeit nicht immer auch die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit. Die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit liegt meist knapp unter der Anzeige des Tachos. In jüngster Zeit häufen sich Manipulationen an Tachometern. Dabei wird die Laufleistung des Fahrzeugs zurückgestellt (also z.B. nur 30.000 statt 80.000 Kilometer). Durch eine geringere Laufleistung lassen sich höhere Verkaufspreise erzielen. Deshalb empfiehlt es sich, nicht nur dem Tachostand zu vertrauen, sondern vor allem das Scheckheft zu kontrollieren, in das alle Inspektionen eingetragen werden sollten.

Tageszulassung
Autos mit Tageszulassung werden meist wesentlich günstiger unter Neupreis verkauft. Die Autos sind bereits von einem Hersteller oder einem Autohaus für kurze Zeit zugelassen gewesen, haben aber nur ganz wenig Kilometer auf dem Tacho. Durch die kurze Zulassung werden die Wagen günstiger.

Teilkasko
Die Teilkasko gehört zu den Kfz-Versicherungen. Sie deckt Schäden ab, die der Halter nicht selbst versucht hat, beispielsweise wenn die Fahrzeugatenne abgerissen wird. Die Teilkasko kann komplett oder mit Selbstbeteiligung abgeschlossen werden. Im Gegensatz zur Vollkasko gibt es keine Schadensfreiheitsklassen.

Tempomat
Ein Tempomat - auch Geschwindigkeitsregelanlage genannt - sorgt dafür, dass das Fahrzeug die einmal gewählte Geschwindigkeit beibehält. Das Bremsen wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Typklassen
In der Haftpflichtversicherung, bei Vollkasko und Teilkasko werden alle Pkw-Modelle in die Typklassen eingeteilt. Danach entscheidet sich, wie teuer die Versicherungen werden. Bei der Eingruppierung in die Typklassen spielen Zahl der Unfälle des jeweiligen Modells oder auch Reparaturanfälligkeit eine Rolle. Einmal im Jahr setzt der Gesamtverband der deutschen Versichererungswirtschaft (GDV) die Typklassen fest. Abweichungen nach unten oder oben können dann fürs Folgejahr die Versicherungsbeiträge steigen lassen.

Unterfahrschutz
Vor allem an Lastkraftwagen kommt der Unterfahrschutz vor. Er steht für eine Sicherheitseinrichtung, die mittels Streben oder Anbauteilen bei Unfällen verhindern soll, dass ein Personenwagen unter das schwere Nutzfahrzeug gerät und die Insassen so erheblichen Verletzungsrisiken ausgesetzt werden. Grundsätzlich müssen alle nach dem 1. Januar 1976 zugelassenen Kraftfahrzeuge und Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen über einen hinteren Unterfahrschutz verfügen. Bei einer Erstzulassung nach dem 1. Januar 2004 müssen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen nach TÜV-Angaben auch mit einem vorderen Unterfahrschutz ausgerüstet sein.

Unwucht
Unwuchten können in Reifen auftreten und müssen schnellstens beseitigt werden, da die Reifen durch die Unwucht vibrieren können.

Ventil
Ventile sind in einem Motor beim Zylinder zu finden. Sie lassen einerseits die Luft für die Verbrennung ein und andererseits die Abgase wieder heraus.

Vierradantrieb (Allrad)
Der Antrieb wird also auf alle vier Räder gleichmäßig verteilt, im Gegensatz zu Vorder- oder Hinterradantrieb, wo jeweils nur zwei Räder angetrieben werden.

Viertaktmotor
Viertaktmotor ist eine Beschreibung der Arbeitsweise Motors. Moderne Motoren arbeiten nach diesen vier Takten: Luft ansaugen – Luft verdichten – Zündung des Kraftstoffes – Abgase ausstoßen.

Vollkasko
Jedes in Deutschland zugelassene Kraftfahrzeug muss versichert sein. Kaskoversicherungen umfassen Beschädigungen, Zerstörungen und den Verlust des Kraftfahrzeugs und seiner an ihm befestigten Teile durch Unfall, Brand und Explosion, böswillige Handlung Fremder und Entwendung. Die Kaskoversicherungen gliedern sich in zwei Bereiche: Vollkasko und Teilkasko. Bei Vollkasko ersetzt die Versicherung auch den Schaden am eigenem Fahrzeug. Die Versicherungen kann man mit Selbstbeteiligungen in verschiedenen Höhen abschließen.

Wankelmotor
Der Wankelmotor ist nach seinem Erfinder Felix Wankel benannt. In einem solchen Motor gleitet im Zylinder kein Kolben auf- und abwärts, sondern der Kolben rotiert. Er hat die Form eines Dreiecks. Bekanntestes Modell mit einem Wankelmotor ist der Mazda RX 8.

Wasserpumpe
Eine Wasserpumpe werden vermutlich die wenigsten Autobesitzer je gesehen haben. Dabei gehört das unscheinbares Bauteil zu einem der wichtigsten im Motorraum. Denn die Wasserpumpe dient dazu, das Kühlwasser beziehungsweise Kühlmittel in Motoren mit Flüssigkeitskühlung umzuwälzen. Dies geschieht, um die Wärme von den heißen Bauteilen des Motors wegzubefördern, erläutert der TÜV Nord in Hannover. Das heiße Kühlmittel fließt dann auf seinem Weg unter anderem durch den Kühler, wo es wieder abgekühlt wird. Die Wasserpumpe wird meistens mit Hilfe von Keil- oder Zahnriemen über den Motor angetrieben.

Wegfahrsperre
Eine Wegfahrsperre verhindert das Kurzschließen eines Autos. So können Diebstähle eingedämmt werden. Mittlerweile müssen alle neuen Fahrzeuge über eine solche Wegfahrsperre verfügen.

Wendekreis
Der Wendekreis ist die Strecke, die ein Auto benötigt, um einmal zu wenden.

Wertminderung
Wertminderung kommt beim Verkauf eines Autos in Spiel. Weist ein Fahrzeug kleinere oder größere Schäden auf, oder war es gar in einen Unfall verwickelt, so tritt eine Wertminderung ein. Das bedeutet, dass der Preis, der beim Wiederverkauf erzielt werden kann, geringer ausfallen wird als bei einem Vergleichsfahrzeug, dass keine Schäden aufweist.

Windkanal
In einem Windkanal testen die Hersteller, wie aerodynamisch (windschlüpfrig) das Fahrzeug ist. Je kleiner der Luftwiderstand, desto besser für den Verbrauch und die Fahrleistungen.

Winterreifen
Auf Winterreifen sollten Autofahrer nicht verzichten. Winterreifen verfügen über andere Gummimischungen als Sommerreifen. So können Winterreifen bei kalten Temperaturen, Schnee oder glitschigem Laub einen besseren Fahrbahnkontakt gewährleisten als Sommerreifen. Als grobe Richtschnur für Winterreifen gilt der Zeitraum von "O bis O" - also von Oktober bis Ostern.

Xenon-Licht
Viele Fahrer fühlen sich durch Xenon-Licht geblendet, da es besonders hell und intensiv ist. Vielfach erscheint Xenon-Licht auch bläulich. Solche Lampen sind mit dem Edelgas Xenon gefüllt.

Youngtimer
Als Youngtimer werden Fahrzeuge bezeichnet, die zwischen 20 und 30 Jahren alt sind.

Zentralverriegelung
Die Zentralverriegelung sorgt dafür, dass ein Fahrzeug auf einen Schlag – also zentral – verriegelt. Der Schlüssel muss beispielsweise nur in der Fahrertür betätigt werden, um alle Türen, Kofferraum, geöffnetes Schiebedach und geöffnete Scheiben zu schließen. Die Zentralverriegelung gibt es auch mit Funkfernbedienung, d.h., man braucht den Schlüssel nicht einmal mehr im Schloss zu betätigen, sondern drückt einfach auf ein Knöpfchen am Schlüssel, das dann alle Türen schließt.

Zuladung
Die Zuladung gibt an, welches Gewicht in ein Fahrzeug geladen werden darf, bevor das zulässige Gesamtgewicht erreicht ist.

Zulässiges Gesamtgewicht
Das zulässige Gesamtgewicht gibt das höchste Gewicht an, das ein Fahrzeug inklusiver aller Fahrgäste und Lasten haben darf.

Zylinder
Im Zylinder bewegt sich der Kolben des Motors auf und ab. Dort findet auch die Verbrennung des Treibstoffs statt. Gebräuchlich sind Motoren mit Vierzylindern oder bei kleineren Fahrzeugen auch mit Dreizylindern. Größere Automodelle verfügen aber auch über Sechs-, Acht-, Zehn- oder Zwölfzylinder.

Zylinderkopfdichtung
Die Zylinderkopfdichtung soll - wie der Name schon sagt - für Abdichtung sorgen. Die Dichtung muss den Zylinderkopf und den Motorblock abdichten und dafür sorgen, dass weder Motoröl noch Kühlmittel austreten können. Tritt während der Fahrt blauer Rauch aus dem Auspuff aus, könnte dies ein Zeichen für eine undichte Zylinderkopfdichtung sein. Auch ein stark mit Öl verschmutzter Motorblock könnte auf eine kaputte Dichtung hinweisen.