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Alles im Griff    
     

Junge Verkehrsteilnehmer unterliegen einem deutlichen höheren Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken, als andere Bevölkerungsgruppen.

Jugend lässt sich heute nicht mit einem Schlagwort oder einer pauschalen Definition beschreiben. Die Jugendphase ist eher eine subjektive Lebensphase, die von der inneren Entwicklung und persönlichen Identitätsbildung geprägt ist und durch gesellschaftliche Normen und Strukturen beeinflusst wird.


Jugendliche unterliegen in dieser Phase vielfältigen Persönlichkeitsentwicklungsaufgaben:

  • Geschlechterrolle
  • Ablösung vom Elternhaus
  • Finden von Freundschaften
  • Beruf/Zukunft
  • Normen und Werte
  • Soziale Verantwortung

Vor dem Hintergrund der sozialen Persönlichkeitsentwicklung, mit all seinen Anforderungen und Aufgaben, ist das Führen eines Kraftfahrzeuges als soziales Handeln zu verstehen. Das Führen eines Kraftfahrzeugs dient in dieser Phase nicht nur der reinen Fortbewegung von A nach B, sondern gehört zum Erwachsen werden.


Das technische Fortbewegungsmittel unterstützt geradezu in idealer Weise die Verhaltenstendenzen des Suchen und Ausprobierens:

  • Es erlaubt die Anwendung von Kommunikationsstrategien.
  • Es eröffnet neue Erlebensqualitäten (z. B. „Testing the limits“ oder „Thrill“).
  • Es dient der „sexuellen“ Werbung sowie der Verbesserung des Status in
  • der sozialen Bezugsgruppe.
  • Es unterstützt die Suche nach Abenteuer, Spannung und Aufregung.
  • Es dient als Ventil, um Frustrationen und Aggressionen auszuleben.
  • Es erlaubt Provokationen.
  • Es bietet die Möglichkeit der Kompensation.

Die Reihe „Alles im Griff?“ setzt an der Lebenswelt der jungen Fahrer/innen an und bietet die Möglichkeit, akzeptierte Verhaltensalternativen und Handlungsstrategien zu entwickeln.

 

 

Thomas Stransky

Moderator
Thomas Stransky

 
     
  Kreisverkehrswacht Vechta e. V. | Bahnhofstraße 9 | 49377 Vechta | Telefon: 04441/943159 | E-Mail: info@verkehrswacht-vechta.de