Informationen

Fahrsicherheitsprogramme der Kreisverkehrswacht Vechta e.V.
Die Fahrsicherprogramme sind in der Regel 1-tägige Fahrtrainings. Der Teilnehmer nimmt mit seinem eigenen Fahrzeug auf einem abgesperrten Übungsgelände teil. Die Gruppengröße bei einem Training beträgt optimal 10 und maximal 12 Teilnehmer und wird von erfahrenen Trainern durchgeführt. Die Fahrsicherheitsprogramme haben den Anspruch, Impulse für eine Verhaltensänderung bei den Fahrern zu geben. Trainingsteilnehmern werden Möglichkeiten eröffnet, Gefahren zu erkennen, zu vermeiden und in Notsituationen besser zu bewältigen.

Wer kann mitmachen??
Jeder der im Besitz der erforderlichen Führerscheinklasse ist und sein Fahrzeug mitbringt!

Also z.B.:
• Führerscheinneulinge (auch Teilnehmer Begleitetes Fahren mit 17 mit Begleiter)
• Fortgeschrittene
• Routiniers
• Vielfahrer
• Spezialisten
• Senioren

Gliederung der Inhalte der Fahrsicherheitsprogramme

Einführung in das Fahrsicherheitsprogramm
Die Trainingsteilnehmer werden nach konkreten, persönlich erlebten kritischen Fahrsituationen gefragt. Aus diesen werden spezielle in den Fahrsicherheitsprogrammen behandelbare Fragestellungen abgeleitet. Darüber hinaus werden weitere Themenwünsche entgegen genommen, auf die im Laufe des Fahrsicherheitsprogramms eingegangen wird.

Die 3 Lerneinheiten des Hauptteils:
Lenken:
Zur Lerneinheit „Lenken” gehören verschiedene Handling- und Slalom-Übungen sowie Kurvenfahren und Ausweichen.

Bremsen:
Zur Lerneinheit „Bremsen” gehört das Bremsen auf verschiedenen Untergründen, aus verschiedenen Geschwindigkeiten, mit und ohne Bremsbereitschaft.

Bremsen und Lenken:
Zur Lerneinheit „Bremsen und Lenken” gehören u.a. das Bremsen-Ausweichen, Geradeaus und das Bremsen in der Kurve.

Abschluss Zum Ende der Fahrsicherheitsprogramme wird besprochen, inwieweit die individuellen Fragen der Teilnehmer beantwortet und ob die Erwartungen erfüllt wurden.

Die Fahrsicherheitsprogramme rücken folgende Schwerpunkte in den Mittelpunkt :
• Risiko-Sensibilisierung,
• realistische Einschätzung der Möglichkeiten des Fahrzeugs
• realistische Einschätzung der Möglichkeiten des Fahrers
• Trainieren von Handlungsabläufen zur Bewältigung von Notmanövern

Die Programme werden von erfahrenen, regelmäßig aus- und fortgebildeten Trainern geleitet. Behandelt werden Fahrsituationen, in die jeder Autofahrer geraten kann, wie z.B. Notbremsung, Bremsen in der Kurve, Bremsen auf nasser Fahrbahn oder Bremsen und Ausweichen. Neben dem fahrpraktischen Fahrsicherheitstraining geht es im Kurs um Sicherheitsthemen wie Blicktechnik, Reifen, Fahrdynamik- Regelungen und psychologische bzw. physiologischen Faktoren wie Reaktionsvermögen, Wirkung von Stress, Ablenkung und Müdigkeit.

Zielsetzung ist, Sensibilität für kritische Fahrsituationen und gleichzeitig höhere Fahrkompetenz herzustellen . Wichtig bei der Durchführung ist die Verknüpfung von Information, Diskussion und Gesprächen mit Fahrerprobungen und dem Fahrsicherheitstraining von Notmanövern (z.B. Gefahrbremsung). Bei der Durchführung des Pkw-Fahrsicherheitstrainings steht die Teilnehmerorientierung im Vordergrund.

Das heißt in der Praxis: Die in den Fahrsicherheitsprogrammen bearbeiteten Themen werden in der Regel mit Situationen aus dem Verkehrsalltag an Hand von Teilnehmerbeispielen eingeleitet. Der Trainer muss sich auf die unterschiedlichen Teilnehmer bzw. Teilnehmergruppen einstellen und seine Gruppe über den ganzen Tag begleiten, so dass der gegenseitige Bezug immer erhalten bleibt. In der Gruppendiskussion werden Gefahrenlehre, Vermeidungs- und mögliche Lösungsstrategien besprochen, die dann bei den praktischen Fahrübungen erprobt werden können und umgekehrt. Dabei werden auch Aspekte der Fahrphysik und der Fahrzeugtechnik eingebracht.

Diese sollen das Verständnis für das Verhalten des Fahrzeuges bzw. für die Grenzen der Beherrschbarkeit unterstützen. Die fahrpraktischen Übungen dienen nicht in erster Linie dazu die Fahrzeugbeherrschung zu perfektionieren — was in einem Ein-Tages-Fahrsicherheitstraining ohnehin sehr schwierig wäre — sondern dazu, die Grenzen von Fahrer und Fahrzeug „erfahrbar” zu machen.

Damit dienen sie auch zur Gefahrensensibilisierung.

Mit den Vorgaben des Trainers wird jedoch der Rahmen zur Erreichung der Ziele festgelegt. Gleichzeitig wird dem Trainer soviel Spielraum gegeben, dass er auf die speziellen Bedürfnisse der Teilnehmer eingehen kann.

Um das Ziel der Fahrsicherheitsprogramme zu erreichen, werden hohe Anforderungen an das Geschick, die Qualifikation und die Vorgehensweise des Trainers gestellt.